Der Begriff Hexenschuss stammt aus dem Volksglauben des Mittelalters. Damals dachte man, eine böse Hexe habe einen unsichtbaren „Schuss“ auf den Rücken abgefeuert und so die Schmerzen ausgelöst.

Heute wissen wir, dass es sich dabei meist um eine akute Reizung des Ischiasnervs handelt – dem dicksten Nerv unseres Körpers, auch Sitzbeinnerv oder Hüftnerv genannt.

Doch neben der körperlichen Ursache lohnt sich auch ein Blick auf die seelische Ebene.

Unsere Wirbelsäule steht symbolisch für Beweglichkeit und Stabilität. Wenn Rückenschmerzen oder ein Hexenschuss auftreten, können dahinter nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Spannungen stecken. Im Volksmund finden wir dazu viele Sprichwörter:

  • „Ich fühle mich in der Klemme.“
  • „Ich stehe unter Druck.“
  • „Ich muss mich zusammenreißen.“

Aus psychosomatischer Sicht kann ein Hexenschuss auftreten, wenn:

  • Kopf und Bauch im Konflikt sind – man fühlt sich „hin- und hergerissen“.
  • Geldsorgen oder existenzieller Druck belasten.
  • Überforderung herrscht – „man legt sich krumm und buckelig“ für andere.

Was kannst Du tun?

  • Schritt für Schritt vorgehen: Stelle Dich mutig den Herausforderungen, aber nicht alles auf einmal.
  • Auf Dein Bauchgefühl vertrauen: Dein Körper sendet Dir wichtige Signale.
  • Die erzwungene Ruhe nutzen: Schmerzen können eine Einladung sein, innezuhalten und das Leben neu zu ordnen.

Um Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen, können folgende Impulse helfen:

  • Meditation: Stelle Dir vor, wie es sich anfühlt, wieder gesund und beweglich zu sein.
  • Sanfte Körperübungen: Zum Beispiel Dehnübungen nach Liebscher & Bracht – bewährt und alltagstauglich.

Ein Hexenschuss kann also auch eine Botschaft Deines Körpers sein: Höre hin, statt nur zu bekämpfen. So kann Heilung auf allen Ebenen geschehen.

Deine Ursula